Fassadenverkleidung und Wärmedämmung

Überall in Deutschland investieren Bauherren und Hausbesitzer in . Wenn man ein älteres Haus erbt, werden die Themen Fassadenverkleidung und Wärmedämmung wichtig, denn hier liegt meist einiges im Argen. So auch im Raum Bremen, den wir beispielhaft herauspicken.
 
In Verden an der Aller, in Lilienthal, Ritterhude, Rotenburg oder Worpswede ummantelt man Wohnhäuser mit Fassadenverkleidungen aus Styropor, speziell aufbereiten Recyclingmateralien oder dicken Schichten Glaswolle. Diese dienen einer besseren Wärmedämmung und einer erhöhten Effizienz von Heizungen. Und natürlich sollen auch langfristig Heizkosten eingespart werden, da Energiekosten immer teurer werden. Die Investition in Maßnahmen der Fassadenverkleidung und zur Erzielung einer verbesserten Wärmeeffizienz lohnt sich schon von daher. Auch für Wohnungen, in denen wegen zu kalter Außenwände immer wieder das Absetzen von Schimmel zu beobachten ist, ist eine Fassadenverkleidung mit Wärmedämmung sinnvoll. Entzieht man dem Schimmel nämlich die Bedingungen, unter denen er gerne gedeiht, kommt er nicht wieder. Natürlich muss man die Innenwände zuvor von Schimmelsporen befreien und sein zukünftiges Lüftungsverhalten entsprechend einstellen. Man sollte sich bereits vor dem Sanierungsbeginn informieren, ob und unter welchen Umständen bzw. in welchem Umfang solche Maßnahmen vom Staat oder Bundesland bezuschusst werden. Das Bauprinzip von neu errichteten Niedrig-Energiehäusern sieht eine Ummantelung mit Fassadenverkleidung und eine erhöhte Wärmedämmung bereits von Anfang an vor.
 
Das Konzept der verbesserten Wärmedämmung bei anschließender Fassadenverkleidung hat sich bereits bewährt, wenngleich bei einem Brand durch die verwendeten Materialien unter Umständen ganz neue Gefahren durch ausdünstende Giftgase zu bedenken sind. Daher haben verschiedene Hersteller auch unterschiedliche Konzepte zur Fassadenverkleidung und Wärmedämmung entworfen. Zu überlegen ist aber grundsätzlich, ob man eine Wärmedämmung mit einer hinterlüfteten Fassadenverkleidung oder aber eine hinterlüftete Dämmung mit einer entsprechenden Verkleidung wählt. In manchen Gegenden Deutschlands gibt es ein orts-typisches Aussehen von Häusern zu berücksichtigen. Beispielsweise stehen in der Umgebung von Bremen, Ritterhude oder Worpswede noch zahlreiche Fachwerkhäuser. In anderen Regionen Deutschlands sind beispielsweise mit Schiefer verkleidete Hauswände oder Häuser mit partiell aufgebrachten Holzverschalungen typisch für die Bebauung. Hier können Pläne zur Wärmedämmung mit hinterlüfteter Fassadenverkleidung auf Probleme stoßen. Denkmalsschutz- und regional existierende Bauvorschriften erlauben es nicht immer, dass man eine Fassadenverkleidung und Wärmedämmung nach modernen Gesichtspunkten nachträglich aufbringt. Man muss die bestehende Optik wahren und eine Fassadenverkleidung nach ortsüblichen Standards auf die Materialien der Wärmedämmung aufbringen. Oder aber: Darauf verzichten. In diesen Fällen kann man nur durch Maßnahmen im Inneren dieser Gebäude eine verbesserte Effizienz von Heizungen oder eine bessere Dämmung erzielen.
 
Heutzutage kann man diese Probleme allerdings vielfach lösen. Man kann beispielsweise keramische Fassaden-Elemente in spezielle Schienensystem einhängen, die man auf die Wärmedämmungsschicht auflegt. Imitierte und echt wirkende Kunststoff-Ziegel können eine Fassadenverkleidung bilden, die eine Wärmedämmungsschicht aus Mineralwolle verdeckt. In vielen Fällen bedeckt man die Materialien der Wärmedämmung mit einer dünnen Schicht Putz. Dies eignet sich vor allem für feste Styroporplatten und zuschneidbare Platten aus Wollfasern und Recycling-Materialien. Diesen Verputz kann man anschließend problemlos überstreichen. Algen- und Moosbildung auf einer Wärme dämmenden Fassadenverkleidung deutet keineswegs darauf hin, dass diese unwirksam ist. Verkleidete Hauswände, die rau sind und eine gewisse Menge Wasser enthalten - wie beispielsweise Putz oder Faserzementplatten - sind häufig davon betroffen. Die Wärmedämmung ist trotzdem optimal! Regelmäßige Anstriche unter vorheriger Entfernung des Moosbelages sind ausreichend. Auch eine Fassadenverkleidung aus beschichtetem PVC oder Holzbrettern passt sich in der Optik der Region an, in der man lebt. So nutzt man auch in Bremen, Rotenburg, Oldenburg oder Verden an der Aller die Systeme, die sich der orts-typischen Bauweise am Besten anpassen. 
 
Doch nicht die Optik entscheidet letzten Endes über das gute Ergebnis, sondern die optimale Belüftung der Wärmedämmung. Denn die Dämmung verhindert ein Entweichen von Energien und soll selbst keine Ursache von Schimmelproblemen oder Algenbewuchs werden. Große Ein- und Ausstritts-Öffnungen hinter der Verkleidung sind wichtig. Vor allem bei Fensterbrettern und in der Nähe der Traufe ist gute Belüftung wichtig. Für jedes verwendete Material, das für eine Fassadenverkleidung verwendet wird, sind bestimmte Montagerichtlinien wichtig, damit die Wärmedämmung und Isolation optimal funktioniert. Sonst entstehen schnell neue Probleme! Bevor man also zur Do-it-Yourself-Methode schreitet - was ohne weiteres möglich ist - sollte man diese Standards und typische Montagefehler kennen. Sonst geht es einem wie jenem Bremer, der die Schalbretter von der falschen Seite aufbrachte und die Belüftung vergaß. Holzbretter müssen mit der Kernseite nach außen aufgeschraubt werden, damit sie sich nicht verziehen.